Wir verlangen Aufklärung

Kreistagsfraktion

Der Kurzzeit-Chefarzt im Klinikum Fichtelgebirge
Unser Fraktionsvorsitzender Holger Grießhammer hat zu den merkwürdigen Vorgängen im Klinikum folgende Fragen an Landrat Peter Berek gerichtet:
"Sehr geehrter Herr Landrat, lieber Peter,
nachdem die Einstellung von Herrn Dr. Klaus Lang als Chefarzt am Klinikum Fichtelgebirge auch öffentlich Fragen aufwirft, beantrage ich für die SPD- Kreistagsfraktion u.a. folgende Fragen in der nächsten Kreisausschusssitzung öffentlich zu beantworten:
1. Warum wurden wir am Montag, 10.05.21 nicht in der Ferienausschuss -Sitzung über die Vorgänge durch Sie oder den Geschäftsführer des Klinikums informiert?
2. Warum wurden die Aufsichtsräte des Klinikums nicht über die Vorgänge informiert?
3. Entstehen dem Klinikum Fichtelgebirge durch die Einstellung und die Kündigung Kosten?
4. Wer hat die Bewerbungsunterlagen geprüft?
5. Ist der Lebenslauf den Herrn Dr. Klaus Lang vorgelegt hat, tatsächlich Lückenhaft?
6. Wurden Referenzen eingeholt?
7. Wie setzte sich das Auswahlgremium zusammen, auf das die Frankenpost in der heutigen Ausgabe verweist?
8. Gab es vor der Entscheidung auch eine Abstimmung mit den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates?
Für die Beantwortung der Fragen und lückenlose Aufklärung der Angelegenheit danke ich sehr herzlich.
Holger Grießhammer"
Dazu haben die nachfolgende Pressemitteilung veröffentlicht, die in die gleiche Richtung geht:
"Pressemitteilung der SPD Fichtelgebirge
Kurzzeit-Chefarzt im Klinikum Fichtelgebirge – Aufklärung tut not!
Die SPD Fichtelgebirge fordert vom Aufsichtsratsvorsitzenden des Klinikums und der Geschäftsführung umfassende Aufklärung über die Umstände und das Verfahren, die zur Einstellung und umgehenden Entlassung des neuen Chefarztes der Kardiologie am Klinikum Fichtelgebirge geführt haben.
Nach den bisherigen Presseberichten gibt es eine ganze Reihe von offenen Fragen und auch Ungereimtheiten, die zu klären sind.
Insbesondere ist die Frage zu stellen, ob die handelnden Personen mit ausreichender Sorgfalt bei dieser ganz wichtigen Entscheidung für die zukünftige Entwicklung des Klinikums vorgegangen sind.
Selbst eine einfache Suchabfrage bei einem Dienst wie Google hätte unmittelbar die Haltung des Bewerbers zur Corona-Pandemie gezeigt.
Die unwissenschaftlichen Positionen von Querdenkern zu vertreten, ist mit der Tätigkeit als Chefarzt in einem öffentlichen Klinikum für uns undenkbar und unvereinbar.
Die SPD-Kreistagsfraktion hat durch ihren Vorsitzender Holger Grießhammer bereits einen umfassenden Fragenkatalog an den Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Landrat Peter Berek gesendet, der in der Folge auch den Medien übermittelt wird.
Wir sind insbesondere besorgt darüber, dass die gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats von dessen Leitung, d.h. Herrn Berek und seinen Stellvertretern offensichtlich nicht mit ausreichenden Informationen versorgt worden sind, damit sie eine wirklich sinnhafte Entscheidung hätten treffen können.
Besonders befremdlich wirkt der Hinweis in einer thüringischen Zeitung, wonach der Bewerber einen unvollständigen Lebenslauf mit schwer nachvollziehbaren Tätigkeiten vorgelegt haben soll. Wurden keine Referenzen angefragt?
Entstehen durch diese Vorgehensweise dem Klinikum und damit am Ende dem Landkreis vermeidbare Kosten?
Die SPD Fichtelgebirge rügt weiterhin, dass auch der Kreistag, bzw. der ihn in Coronazeiten ersetzende Ferienausschuss, in seiner Sitzung am 10.5.2021 nicht über diesen Vorgang informiert wurde, obwohl eine entsprechende Gelegenheit bestand.
Kreisvorsitzender Jörg Nürnberger dazu: „Wir brauchen an unserem Klinikum vertrauenswürdige Ärzte. Coronaleugner sind hier fehl am Platz. Die Unterrichtung der zuständigen Gremien und des Kreistags war mangelhaft. Es sind noch viele Fragen offen. Aufklärung tut not.“
 
SPD Fichtelgebirge
Jörg Nürnberger
Kreisvorsitzender"
 
Wir sind auf die Antworten gespannt.

 

 
 

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